Applikationstechnik

Die Applikationstechnik in der Lackiererei reicht von der Nahtabdichtung, dem Unterbodenschutz über die Hohlraumkonservierung und Dämmstoffe bis hin zum Decklack. Sie ist das Herzstück der Lackieranlagen und hat damit entscheidenden Einfluss auf die Investitions- und Betriebskosten. Wir sorgen dafür, dass bei der Planung und Konzeption einer neuen Anlage die Applikationstechnik optimal zusammengestellt und integriert wird. Neue Verfahren wie füllerlose Prozesse oder innovative Materialien im Bereich der Nahtabdichtung oder zur Gewichtsreduzierung verlangen ein stets aktuelles Fachwissen.

Der ressourcen- und umweltschonende Einsatz unterschiedlichster Medien muss verantwortungsvoll und sicher erfolgen. Dazu gehören vor allem elektrische Energie, Gas, Wasser und Druckluft. Der Materialeinsatz von Lacken, Lösemitteln, Dämmmassen, PVC etc. wird nicht allein aus Umweltschutzgründen, sondern auch zur Reduzierung von Fahrzeuggewicht und -kosten immer weiter optimiert.

Der Unterbodenschutz (UBS) dient dazu, das Fahrzeug von unten vor Korrosion, Steinschlag und Feuchtigkeit zu schützen. Es handelt sich um eine strapazierfähige Schicht aus speziellen PVC-Materialien, die an gefährdeten Stellen auf die Unterseite des Fahrzeugs aufgetragen wird. Diese UBS-Materialien sind viskos und stellen eine besondere Herausforderung bei der Applikation dar. Unsere Spezialisten sind mit den gängigen Techniken vertraut und sorgen dafür, dass optimale Ergebnisse erzielt werden.

Hohlraumkonservierung bezieht sich auf den Schutz der Hohlräume der Karosserie und deren Anbauteile vor Korrosion und Feuchtigkeit. Einige dieser Herausforderungen sind:

  1. Zugänglichkeit: Hohlräume sind schwer zugänglich und erfordern spezielle Werkzeuge oder Verfahren, um die Konservierung effektiv aufzutragen.
  2. Gleichmäßige Verteilung: Für eine effektive Hohlraumkonservierung ist eine gleichmäßige Verteilung des Konservierungsmittels wichtig. Gibt es Fehlstellen, kann dies zu Korrosion in diesen Bereichen führen.
  3. Dicke der Beschichtung: Eine zu dicke Beschichtung kann dazu führen, dass die Konservierung im Hohlraum fließt und sich an unerwünschten Stellen ansammelt. Eine zu dünne Beschichtung hingegen bietet möglicherweise nicht ausreichenden Schutz gegen Korrosion. Wir berücksichtigen das optimale Verhältnis und setzen gleichzeitig kostenoptimierte Lösungen um.
  4. Wachsarten: Die Fahrzeuge können sowohl vor als auch nach der Applikation erwärmt werden. Die Wachsarten unterscheiden sich je nach gewähltem Prozess. Entsprechend richten unsere Ingenieure ihre Aufmerksamkeit auf die gleichmäßige Verteilung und das entsprechende Stocken des Wachses.